Die implantierbare Kontaktlinse - Ein Erfahrungsbericht von Herrn M. Bulakowski
Zwei Monate sind nun seit dem ICL-Eingriff vergangen.
Bei -7 Dioptrien Kurzsichtigkeit und relativ dünner Hornhaut hätte man sich in Bezug auf die Rest-Hornhautdicke beim Lasern im kritischen Bereich bewegt. Kein Problem! Somit kam das Verfahren der implantierten Hinterkammerlinsen in Frage. Am 28.11.2006 war es dann soweit. Der invasive Eingriff selber stellte keinerlei Problem dar und war völlig schmerzfrei. Schon bei der ersten Nachkontrolle am nächsten Tag konnte ein Visus von 120% erreicht werden. Unbeschreiblich, dieses Gefühl der Freiheit. Viele Situationen verstärkten in den nächsten Tagen noch den Eindruck der Unabhängigkeit. So oder so Ähnlich dürften auch die anderen “Glücklichen” ihr neues Lebensgefühl nach dem refraktiven Eingriff beschrieben haben.Die eigentlichen Vorteile und Auswirkungen machen sich bei mir jedoch erst jetzt, 8 Wochen nach der OP bemerkbar. Ich kann völlig unbeschwert boxen. Wo früher im Sparring des öfteren der Satz: “Moment, ich glaube meine Linse ist verrutscht oder rausgefallen.” zu einer ärgerlichen Kampfunterbrechung geführt hatte, so ist dies heute kein Thema mehr. Nach dem Wiedereinsetzen der Linse, wenn sie überhaupt noch auffindbar war, verblieb immer ein Gefühl der Unsicherheit, was sich nicht gerade positiv auf den Kampfverlauf auswirkte.
Zu erwähnen sei, dass dieses Training nicht mit Profi-Kämpfen, wie im Fernsehen gezeigt, zu vergleichen ist. U.a. wird ein Kopfschutz verwendet, der auch das Jochbein abdeckt. Ein blaues Auge kommt trotzdem hier und da mal vor und ein Cut ist auch nicht ausgeschlossen. Auf jeden Fall dürfte die ICL so ziemlich allen Anforderungen und Belastungen standhalten, wenn damit auch das Boxen möglich ist.
Ich bedanke mich vielmals bei Dr. Armbrust und seinem tollen Team, das jederzeit freundlich, hilfsbereit und kompetent war! Mit freundlichen Grüßen
Martin Bulakowski
Falls Sie Fragen zum Thema ICL haben und einen operierten Patienten kontaktieren möchten, hat sich Herr Bulakowski freundlicherweise bereit erklärt, hier seine Kontaktdaten zur Verfügung zu stellen:
Martin Bulakowski, Nelkenweg 1, 63814 Mainaschaff, E-Mail: bulakowski@onlinehome.de







30. Mär 2009 um 15:48
Hallo
Mein Bruder hat eine Kurzsichtigkeit von 7 Dioptrin.
EIne Augenlaserung möchte er nicht. Welche “konservativen” oder alternativen Methoden gibt es, welche Umstände und Kosten entstehen dadurch und wie läuft die Prozedur ab?
Grüße
31. Mär 2009 um 09:39
Sehr geehrter Herr Schmidt,
im Falle einer Kurzsichtigkeit käme beispielsweise auch eine Implantierbare Kontaktlinse in Frage. Nach einer ausführlichen Untersuchung, kann der Operateur eine Entscheidung fällen, ob die notwendigen Gegebenheiten für diesen Eingriff vorliegen. Diese operative Methode benötigt entsprechende chirurgische Kenntnisse und wird nicht in jeder Augen-Laser-Klinik angewendet. Das Verfahren ist reversibel u. die Sehleistung regeneriert sich wie bei der LASIk sehr schnell. Die Kosten richten sich z.B. auch danach, ob zusätzlich eine Hornhautverkrümmung vorliegt (ab ca. 2200,-€ pro Auge. Genauere Informationen kann man Ihnen daher erst nach einer ausführlichen Voruntersuchung mitteilen. Mfg Annette Schmitt-Lieb